Handeln und Produzieren über Grenzen hinweg
Die internationale Arbeitsteilung nimmt weiterhin zu. Daher sind Handel und Transport über Staatsgrenzen hinweg für nahezu jedes Unternehmen Alltag geworden. Schätzungen zufolge soll das Außenhandelswachstum von jährlich 6-8% auch in den nächsten Jahren anhalten.
Trotz zahlreicher Bemühungen zur Liberalisierung des Welthandels im Rahmen der WTO ist der Grenzübertritt von Waren noch immer mit zahlreichen administrativen und finanziellen Hürden behaftet. Zölle, Ein- und Ausfuhrbeschränkungen, die Pflichten bezüglich der Außenhandelsstatistik sowie diverse Auflagen und Verfahren, die die Verbringung, Lagerung und den Transport unverzollter Ware innerhalb der EU regeln, müssen berücksichtigt werden.
In den Unternehmen sind die Warenströme soweit optimiert, dass Lieferungen binnen 24 oder 48 Stunden kein Problem darstellen. Das setzt jedoch voraus, dass Zollformalitäten ohne lange Wege und Wartezeiten abgewickelt werden können.
Der deutsche Zoll hat sich mit dem "Automatisierten Tarif- und Lokalen Zoll-Abwicklungs-System" (ATLAS) ein Werkzeug zur durchgängig IT-gestützten Zollabfertigung geschaffen. Das System wird schrittweise ausgebaut und deckt zunehmend mehr inhaltliche Bereiche der Zollabwicklung ab. Die Unternehmen können damit nahezu die gesamte Kommunikation für die Zollabfertigung elektronisch auf der Basis von EDIFACT abwickeln.
Zollabfertigung im Unternehmen erleichtern
Unternehmen haben zudem Interesse daran,
- Zölle möglichst zu sparen,
- administrative Abläufe effizient zu gestalten und
- weitreichende Bewilligungen zu erhalten.
Damit ein zollkonformes Verhalten der Unternehmen möglich ist, sind folgende Herausforderungen zu bewältigen:
- Operative Systeme (Disposition, Wareneingang, ...) und administrative Systeme (Zollabwicklung) sind zu koppeln.
- Das Unternehmen braucht ein leistungsfähiges Zollabfertigungssystem mit ATLAS-Anbindung, das bei Bedarf auch mit Zollsystemen in anderen Ländern kommunizieren kann.
- Die eigenen IT-Systeme müssen mit denen von Lieferanten, Abnehmern und Dienstleistern vernetzt werden.
- Die Qualität der in den operativen Systemen verarbeiteten Daten muss zum Teil deutlich verbessert werden. Nur dann können sie in automatisierten Abläufen zur Abgabe von Zollanträgen verwendet werden. Fehler in diesem Ablauf führen zu Schäden in Millionenhöhe oder gar zum Verlust von Zollbewilligungen für vereinfachte Verfahren.
Hierfür braucht es maßgeschneiderte, innovative IT-Lösungen, die den Ansprüchen der online-Abwicklung gerecht werden.