Architekturworkshop am 09. November 2016

Über die Veranstaltung

Alle reden über Digitale Transformation. Was das aber überhaupt bedeutet und wie man die Chancen der Digitalisierung nutzt, ist häufig nicht klar. Fest steht, der digitale Wandel verändert unsere Leben auf wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und politischer Ebene. Geschäftsmodellinnovationen, transparente Märkte und steigende Kundenerwartungen führen zu stetig zunehmendem Wettbewerb und verlangen nach neuen Konzepten und Kompetenzen. Die Herausforderungen sind vielschichtig. Eine Standardstrategie dafür gibt es nicht – jede Organisation muss ihren eigenen Weg in die digitale Welt finden.

In unserem diesjährigen Architekturworkshop am 09. November wollen wir diese Auswirkungen genauer betrachten und gemeinsam diskutieren, was tatsächlich in den Firmen geschieht und welchen Reifestand die nächste Technologie-Generation hat. Hierzu erwarten Sie interessante Impulse aus aktuellen Digitalisierungsprojekten der Stadt München und von Münchener IT-Firmen, neueste Erkenntnisse zu Machine Learning und Blockchain sowie ein Beitrag unserer Security-Experten zum Stand der Dinge in der Hacker-Community. Trotz brandaktueller Themen wagen wir aber auch mit zwei Vorträgen einen konservativen Blick auf die IT-Welt: Wie und warum kommt man mit Old-School-Techniken manchmal schneller zum Ziel?

Zum Downloadbereich (passwortgeschützt)

Programm

ab 09:00 Uhr

Check-in, Empfang und Imbiss

09:30 - 09:45

Klaus Eberhardt,
iteratec GmbH

Begrüßung

09:45 - 10:30

Stefan Blum,
iteratec GmbH

Machine Learning – Wenn das System macht, was es will

Machine Learning hat in den letzten Jahren massive Fortschritte erlebt, da neben Hochleistungsrechnern auch riesige Datenmengen vorhanden sind. Die nachgewiesene Leistungsfähigkeit der Systeme in vielen Anwendungen (autonomes Fahren, AlphaGo, …) hat einen Hype ausgelöst. Systeme mit Machine-Learning-Komponenten steuern und verbessern Prozesse, erlernen komplexe Zusammenhänge und treffen Entscheidung, unterstützen Experten bei anspruchsvollen Tätigkeiten und erledigen Aufgaben, an die sie sich flexibel anpassen können. Die Grundlage dafür sind keine für die Aufgabenstellung individuell programmierten Algorithmen, sondern allgemeine Algorithmen, die auf Basis massiv großer Datenmengen trainiert werden. Diese Systeme können während der „Arbeit“ lernen und so ihre Ergebnisse kontinuierlich verbessern oder neue Eigenschaften und Verhaltensmuster erkennen.

Der Vortrag zeigt aktuelle Entwicklungen und die Einsatzgebiete des Machine Learning. Welche Fähigkeiten können selbstlernende Systeme entwickeln? Welche Bereiche neben den populären Themen wie autonomes Fahren werden sie besetzten? Welche Sicherheitsrisiken ergeben sich daraus für Organisationen und IT-Landschaften?

Ein Ausblick in die Welt von morgen(/heute), in der die künstlichen neuronalen Netze unsere Arbeits- und Lebensverhältnisse verändern.

10:30 - 11:15

Daniel Grassinger,
nexussquared

Blockchain – eine disruptive Technologie?

Während im letzten Jahr noch alle von FinTech gesprochen haben, sprechen die Experten heute von der Blockchain Technologie und deren Potential Geschäftsmodelle ganzer Industriezweige zu verändern. Daniel Grassinger wird nicht nur die zugrundeliegenden Charakteristika und Paradigmen der Blockchain Technologie erläutern, sondern auch auf die immer noch unbeantworteten Fragen und Herausforderungen eingehen. Die Vielschichtigkeit dieser neuen Technologie läst sich abschliessend am besten anhand von unterschiedlichen Use Cases demonstrieren, welche Ihnen Daniel Grassinger vorstellen wird.

11:15 - 11:45

Pause

11:45 - 12:30

Benjamin Pfaender und Robert Seedorff,
iteratec GmbH

„Hackers got hacked - Einblicke in ein Untergrundforum und die Machenschaften der Betreiber“ kombiniert mit "Security-Auditing aus der Cloud - Mit kontinuierlichem Security testing wäre das nicht passiert"

Dieser Doppelvortrag geht darauf ein, was schief gehen kann, wenn eben nicht permanent auf Sicherheit geachtet wird. Natürlich nicht ohne mit einem Ansatz abzuschließen, mit welchen Mitteln im Kontext von Continuous Delivery die eingebauten Lücken möglichst noch vor dem Angreifer entdeckt werden können.

12:30 - 13:30

Gemeinsames Mittagessen

13:30 - 14:15

Benjamin Pfaender und Robert Seedorff,
iteratec GmbH

Teil 2 - „Hackers got hacked - Einblicke in ein Untergrundforum und die Machenschaften der Betreiber“ kombiniert mit "Security-Auditing aus der Cloud - Mit kontinuierlichem Security testing wäre das nicht passiert"

Dieser Doppelvortrag geht darauf ein, was schief gehen kann, wenn eben nicht permanent auf Sicherheit geachtet wird. Natürlich nicht ohne mit einem Ansatz abzuschließen, mit welchen Mitteln im Kontext von Continuous Delivery die eingebauten Lücken möglichst noch vor dem Angreifer entdeckt werden können.

14:15 - 15:00

Robert Titze,
Daimler AG

Speed vs. Governance

Wie kaum eine andere ist auch die Automobilindustrie von der Digitalen Transformation betroffen. Neue Wettbewerber wie Google oder Apple bauen selbstfahrende Autos und bieten ihre eigenen digitalen Dienste an. Dies zwingt Automobilhersteller zum Umdenken und dazu, schneller und agiler zu werden. Geschwindigkeit allein reicht aber nicht, denn ein Großkonzern muss auch gesteuert und verwaltet werden. Moderne Anwendungsarchitekturen müssen Beides leisten können: Speed und Governance

15:00 - 15:30

Pause

15:30 - 16:15

Prof. Dr. Claudia Linnhoff-Popien,
LMU München

Digital und vernetzt - München zum Mitmachen

Das Innovationszentrum Mobiles Internet ist aus dem Lehrstuhl für Mobile und Verteilte Systeme entstanden, der in den vergangenen gut 15 Jahren innovative Projekte wie Smart Baggage, Infogate Displays, die SchulApp und Ampelassistenz gemeinsam mit namhaften Firmen durchgeführt hat. 

Aus den Kooperationen mit zahlreichen Firmen ist die Idee entstanden, den Verein "Digitale Stadt München e.V." gemeinsam mit der Stadt München zu gründen. Verein und Stadt haben einen Award für die beste Digitale Innovation ausgeschrieben, der jährlich vergeben werden soll. Eine Onlineplattform sowie ein Print-Magazin wollen die deutschlandweiten Aktivitäten bündeln und kommunizieren.

16:15 - 17:00

Dr. Karl-Heinz Wichert,
iteratec GmbH

Tameware: Software wieder selber machen. Ein Selbstversuch.

Aktuelle Java-Anwendungen bestehen typischerweise aus hunderten fertigen Bibliotheken, in die man seinen eigenen Code einbettet. Die Entwickler verstehen selbst nicht mehr, was ihre Software eigentlich macht. "Können" und "Machen" werden immer mehr durch "Wissen" und "Suchen" ersetzt, wobei das Wissen eine immer kürzere Halbwertszeit hat. 

Über den Nutzen kann man geteilter Meinung sein. Die Auswirkungen auf die Performance sind definitiv verheerend. Und beim brennenden Thema Security sollte man sehr kritisch fragen, wie vertretbar es ist, Megabytes von unbekanntem Code in seine Anwendung einzubauen.

Tameware ist der Ansatz, Java-Anwendungen mit einem Minimalset von Fremd-Code und Abhängigkeiten zu bauen. Alles wird so explizit wie möglich in Code gegossen: keine Annotations, kein CDI, mit minimaler Konfiguration. Wie früher? Nicht ganz, neuere einfache Konzepte wie JSON und RESTful werden verwendet. Ich berichte über einen Selbstversuch.

ab 17:00

Buffet