IoT-Studie von IDC - Geschäftsmodelle zu entwickeln verlangt nach ausreichend Praxis


22.02.2018 von

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Das CIO-Magazin hat einen spannenden Artikel über die aktuelle IoT-Studie von IDC veröffentlicht. Die Ergebnisse decken sich mit unseren Erfahrungen. Laut der Studie gibt es große Unterschiede zwischen Unternehmen, die IoT einsetzen und Nichtanwendern hinsichtlich möglicher Anwendungsfälle, Kundennutzen oder Security.

41 Prozent der Nichtanwender finden demnach keine Verwendung für IoT. Das ist logisch, denn wer IoT, die zugrundeliegenden Technologien und Einsatzmöglichkeiten nicht kennt, findet natürlich keine Anwendungsfälle. Die Grundvoraussetzung, um Anwendungsfälle zu finden, ist das fachliche und technische Know-how der Mitarbeiter. Technologien zu kennen, Einsatzzwecke zu verstehen und somit Usecases entwickeln zu können, ist der Schlüssel zur Erschließung des IoT-Marktfelds. In diesem Sinne haben wir von iteratec ein Hands-on-Workshop-Format names "IoT in less than one day" eingeführt, das gerade Mitarbeitern mit bisher wenig technischem Wissen auf IoT vorbereitet und das Thema greifbar macht. Im kreativen Rahmen können Teilnehmer so IoT selber gestalten und innovativ im Team eigene Ideen entwickeln. Dabei ist es schon für den Workshop wichtig, interdisziplinär zu arbeiten – eine Grundvoraussetzung für den späteren Erfolg.

Am Anfang ist zudem ein schnelles Prototyping der Usecases essenziell. Erst wenn der Nutzen durch die Kunden bzw. Anwender bestätigt wurde, sollte größer gedacht werden. Oft hat die Verarbeitung der generierten Daten ein höheres Potenzial als der ursprüngliche Anwendungsfall. Ein Beispiel liefert Square: Der Erstnutzen des Gerätes als einfacher Kreditkartenleser war bereits enorm. Square hat mit seiner Bezahl-App dann zusätzlich ein Daten-Ökosystem aufgebaut, das den Anwendern wichtige, marktrelevante Informationen über deren Kunden liefert.

Unternehmen, die IoT nicht einsetzen, haben zudem Sicherheitsbedenken. Natürlich ist Security wichtig. Noch wichtiger ist allerdings zunächst das Finden und Ausprobieren von Anwendungsfällen. Nicht jede Security-Maßnahme lässt sich mit jedem Bauteil umsetzen, da oft die Herstellkosten so gering sind, dass ein verbesserter Chip für Security nicht rentabel ist. Daher muss in der Infrastruktur auf Security geachtet werden. So sehen es ebenfalls die IoT-Vorreiter.

Gerade der Infrastruktur kommt eine Schlüsselrolle zu. Vorhandene Plattformen (Azure IoT, Amazon IoT, Watson IoT) liefern viele wichtige Bausteine mit und sind daher für einen leichtgewichtigen Start in die IoT-Welt eine sinnvolle Möglichkeit.

Wir raten Unternehmen, die die Bedeutung von IoT herausfinden und neue Geschäftsmodelle entwickeln wollen, zunächst einfach mal loszulegen und sich nicht in Theorien und umfangreichen Planungen zu verlieren. Am wichtigsten ist es, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter aus unterschiedlichen Abteilungen mit dem nötigen Know-how enablen, um mögliche Einsatzzwecke zu verstehen. Agile Vorangehensweise, Kreativmethoden und prototypische Umsetzung sind weitere Grundvoraussetzung, um mit IoT erfolgreich zu sein.

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